Datenbank-Pioniere

Charles Bachmann (1924) - Amerikanischer Informatiker und Entwickler des Netzwerkdatenmodells. Mit IDS war er schon 1961 Hauptarchitekt der ersten handelsüblichen Datenbank und Turing-Award-Preisträger von 1973. Er war Mitgründer der CODASYL-Gruppe?.
Peter Chen (1924) - Amerikanischer Informatikprofessor taiwanesischen Ursprungs, der zurzeit (2012) an der Louisiana State University tätig ist. Er entwickelte das ER-Modell in der nach ihm benannten CHEN-Notation und ist daher als Pionier der Datenmodellierung anzusehen.
Edgar F. Codd (23.August 1923 – 18.April 2003) - Britischer Informatiker und Vater des Relationalen Datenbankmodells. Während Codd bei IBM arbeitete, entwickelte er das Relationale Datenmodell für ein Datenbankmanagement System und ab 1975 das legendäre System R. Dadurch entstand die theoretische Basis der heutigen Relationalen Datenbanken. Bahnbrechende Arbeit: Codd, E.F.: “A relational model of data for large shared data banks”. Comm. ACM 13(6), 377-381, 1970. Codd erhielt 1982 den Turing Award.
Donald D.Chamberlain (1944) - US-Amerikanischer Informatiker auf dem Gebiet des Relationalen Datenmodells. Zusammen mit Raymond F. Boyce entwarf und spezifizierte er die SQL Standardsprache. Er wirkte auch beim Entwurf von XQUERY mit und beeinflusste stark dessen Entwicklung.
Rudolf Bayer (1939) - Deutscher Informatik Professor. Er ist bekannt für die Entwicklung von wichtigen Datenstrukturen: Entwurf des B-Baum zusammen mit Edward M. McCreight und der Entwurf des„Universal B-Tree“ gemeinsam mit Volker Markl. Die B-Bäume und ihre Weiterentwicklung wie B+Baum oder B*Baum werden heutzutage in den gängigen Datenbankmanagement eingesetzt und dienen als Grundlage der physischen Datenstruktur. Er arbeitetet schon ab 1975 beim System R als ersten relationalen DBMS mit.
Raymond F.Boyce - US-Amerikanischer Informatiker und Forscher auf dem Gebiet des relationalen Datenmodells. Er ist Mitentwickler der Boyce Codd Normalform. Zusammen mit Donald D.Chamberlain entwickelte und spezifizierte er später SQL
Christopher J. Date (1941)- US-Amerikanischer, unabhängiger Autor, Dozent, Forscher und Berater auf dem Gebiet der relationalen Datenbanken. Während er bei IBM angestellt war, arbeitete er an der technischen Planung und Entwurf der IBM Datenbankprodukte SQL/DS und DS. Er war auch mit Edgar F. Codds Theorie der relationalen Datenbanken sehr vertraut. Im Jahre 1983 verließ er IBM, um mehr in Theorien der relationalen Datenbanken zu forschen und veröffentlichte mehrere Bücher zu diesem Thema. Sein Buch "An Introduction to Database Systems" gilt als ein Standardwerk in dem Gebiet der relationalen Datenbanken.
Jim Gray (1944-2007)- US-Amerikanischer Informatiker, der auch schon an der Entwicklung des legendären System-R beteiligt war. Er war daneben 1968 erster Informatik-Promovent an der Universaität von Berkley. Später entwickelte er Transaktionsmodelle für große Datenbanken und arbeitete bei verschiedenen großen Softwarefirmen, zuletzt für Microsoft, bevor er 2007 mitsamt Segelboot im Pazifik verschwand. Gray gewann den Turing Award im Jahre 1998
Theo Härder (1945) ist Informatik-Professor an der Universität Kaiserslautern und zurzeit Herausheber des Datenbankspektrums der Fachgruppe Datenbanken in der GI (Gesellschaft für Informatik). Er war schon an der Entwicklumg der ersten relationalen DBMS System-R beteiligt und schrieb einflussreiche deutsche Datenbanklehrbücher.
Edward M. McCreight: Amerikanischer Informatiker, der heute in Zürich lebt. Zusammen mit Dr.Rudolf Bayer entwickelte McCreight unter anderem die Datenstruktur des B-Baumes
Michael Stonebraker (1943) - US-Amerikanischer Informatiker und Spezialist für die Forschung und Entwicklung von Datenbanken. Als Professor an der University of California war er massgeblich an der Entwicklung der Datenbanksysteme INGRES? und POSTGRES beteiligt

Quellen:

Kategorie: Allgemeines, D, P