DOM

DOM steht für Document Object Model und ist eine (abstrakte) Anwendungsschnittstelle im Kontext von XML. Dabei handelt es sich um eine Empfehlung des W3C.

Mit dem Ziel der Entwicklung von DOM wurde versucht, eine plattform- und programmsprachenunabhängige Schnittstelle zu schaffen, über die aus der Anwendung dynamisch auf die Struktur, den Inhalt sowie die Darstellungseigenschaften des XML-Dokumentes zugegriffen werden kann (vgl. Kazakos/Schmidt/Tomczyk, 2002, S. 128).

Bei DOM wird das XML-Dokument als Baum-Struktur dargestellt. Hierbei handelt es sich um einen Objektorientierten Ansatz (vgl. Gorke, 2006, S. 12).

Die Java-Implementierung von DOM ist im Paket org.w3c.dom enthalten (siehe Java-API). Es sei darauf hingewiesen, dass Java standardmäßig kein XML unterstützt. Deshalb wird ein XML-Parser gebraucht. Zum Beispiel: Apache Xerces (vgl. Ammelburger, 2002, S. 22 & 294).

Wie funktioniert DOM?

Eine Kopie des gesamten XML-Dokumentes wird vom Parser in den Speicher abgelegt. Dazu muss das XML-Dokument also einmal vollständig geparst werden. Danach kann eine Anwendung jederzeit auf die Daten zugreifen. Die Manipulation der Daten wird über bereitgestellte Zugriffsmethoden ermöglicht (vgl. Ammelburger, 2002, S.296-297).

Vorteil: XML-Daten können auch bearbeitet werden.

Nachteil: Ggf. hohe Speicherauslastung (natürlich abhängig von der Größe des Baumes), da das gesamte XML-Dokument in den Speicher abgelegt wird.

Siehe auch: SAX, XML:DB-API, Projekt-Website von Apache-Xerces , DOM-Tree im IR-Lexikon

Kategorie: XML, X

Quellen:

  • Ammelburger, Dirk (2002): XML mit Java. Reihe ...in 21 Tagen. München: Markt+Technik. S. 22, 294 & 296-297.
  • Gorke, Bastian (2006): XML-Datenbanken in der Praxis. Praktischer Einblick in die Welt der XML-Datenbanken und ihre Programmiersprachen. Bomots Verlag. S.12.
  • Kazakos, Wassilios; Schmidt, Andreas; Tomczyk, Peter (2002): Datenbanken und XML. Berlin Heidelberg: Springer. S. 128.