Geodatenbank

Datenbanken, die die Speicherung von Geodaten und die Bearbeitung räumlicher Anfragen in hinreichender Weise unterstützen, werden räumliche Datenbanken, Geodatenbanken oder auch Geodatenbanksysteme genannt. Die proprietären dateibezogenenen Geodatenbanksysteme werden mehr und mehr durch objektrelationale Geodatenbanken ersetzt, die sich auf ein vordefiniertes objektrelationales Typsystem stützen. Geodatenbanken sind Bestandteile von Geoinformationssystemen und verwenden ein räumliches Datenmodell.

In einer Geodatenbank werden Geoobjekte gespeichert, welche verschiedene geometrische Eigenschaften wie ein Geometrieattribut besitzen, auf das sich räumliche Anfragen und Operationen beziehen. Darin werden Objekte oder Phänomene der realen Welt gespeichet, welche einen Lagebezug zur Erde aufweisen.

Eine Geodatenbank muss Geometriemethoden? bereitstellen, die die Ausführung geometrischer Funktionen erlauben, wie z.B. Berechnung der Länge eines Streckenzug oder des Schnitts zwischen zwei Flächen. Ein Geodatenbanksystem muss außerdem räumliche Basisanfragen? bereitstellen, wie z.B. eine Punktanfrage? oder eine Rechteckanfrage?.

Geodatenbanken werden durch das 1994 gegründete Open Geospatial Consortium OGC standardisiert.

siehe auch : Objektrelationales-Datenmodell (Datenmodell)

Kategorie: Geodatenbanken, G

Quellen:

  • Brinkhoff, Thomas: "Geodatenbanken in Theoroe und Praxis", Wichmann, Heidelberg, 2008, ISBN: 978-3-87907-472-3
  • Kudraß, Thomas, Taschenbuch der Informatik, Leipzig, 2007, ISBN: 978-3-446-40944-6