Normalform

Problematisch bei Datenmodellen sind vor allem redundante Daten, also Daten, die an verschiedenen Stellen im Datenbankschema gespeichert werden. Bei Einfügungen, Änderungen und Löschungen entstehen sehr schnell Inkonsistenzen der Gestalt, dass unterschiedliche Daten gespeichert werden und niemand mehr weiß, welche nun korrekt sind.

Um solche redundanten Datenspeicherungen zu vermeiden, werden Datenmodelle normalisiert. Es werden u.a. folgende Normalformen unterschieden:

Gängige Praxis ist die Verwendung der 3NF, da diese außer Schlüsselredundanzen (Fremdschlüsselspalten) keine weiteren Redundanzen aufweist. Nur in Ausnahmefällen z.B. im Rahmen von Anfrageoptimierung, wenn Anfragen über zu viele Tabellen zu lange dauern, wird gewollt und kontrolliert von der 3NF abgewichen und das Modell wieder denormalisiert, i.d.R. in die 2NF.

Wird das objektrelationale Konzept der benutzerdefinierten Datentypen mit mengenwertigen oder zusammengesetzten Attributen eingesetzt, dann ist immer schon die 1. Normalform verletzt.

Im edb-E-Learning-Portal edb finden Sie einen interaktiven Normalformentrainer, der die Überführung bis zur 3NF unterstützt.

siehe auch: Datenbank-Pioniere

Quellen:

  • Elmasri, Ramez/Navathe, Shamkant B.: "Grundlagen von Datenbanksystemen" , Pearson Studium, München, 2002, ISBN 3-8273-7021-3
  • Faeskorn-Woyke, Heide/Bertelsmeier, Birgit/Riemer, Petra/Bauer, Elena: "Datenbanksysteme - Theorie und Praxis mit SQL2003, Oracle und MySQL", Pearson Education, München, 2007, ISBN 978-3-8273-7266-6
  • Kemper, Alfons/Eickler, André: "Datenbanksysteme", Oldenbourg, München, 2009, 978-3-486-59018-0
  • Saake, Gunter/Sattler, Kai-Uwe/Heuer, Andreas: "Datenbanken - Konzepte und Sprachen", mitp-Verlag, Redline GmbH, Heidelberg, 2007, ISBN 3-8266-1664-2
  • Vossen, Gottfried: "Datenmodelle, Datenbanksprachen und Datenbankmanagementsysteme", Oldenbourg, München, 2008, ISBN 978-3-486-27574-2

Kategorie: Normalformen N