Objektrelationale Tabelle

Analog zum Konzept der relationalen Tabellen sind die objektrelationalen Tabellen auch bei den objektrelationalen Datenbanksystemen weiterhin das einzige Konzept zur persistenten Speicherung von Daten resp. Objekten. Ihre Definition basiert auf einem benutzerdefinierten Datentyp.

Objektrelationale Tabellen können analog zu den objektrelationalen Sichten? klassifiziert werden:

  • Definitionsart: untypisiert vs. typisiert
    • Untypisiert: die Struktur ergibt sich implizit aus den Datentypen der Attribute( RM)
    • Typisiert: Sichtdefinition basiert auf [[Benutzerdefinierter-Datentyp|benutzerdefinierten Typ bzw. Objekttyp (OR)
  • Zeilentyp: tupelwertig vs. objektwertig
    • Tupelwertig: keine Methodenaufrufe für ein konkretes Tupel (RM)
    • Objektwertig: Methodenaufrufe des zugehörigen Objekttyps direkt über die Zeilenvariable (OR)
  • Referenzierbarkeit: nicht referenzierbar vs. referenzierbar
    • Nicht referenzierbar: Zeilen sind nicht referenzierbar; Konzept der OIDs nicht verfügbar (RM)
    • Referenzierbar: Zeilen sind mittels Referenzspalten (OIDs) referenzierbar; setzt OIDs voraus (OR)

Dem entsprechend ist eine

relationale Tabelleuntypisierttupelwertignicht referenzierbar
typisierte Tabelle (SQL)typisierttupelwertigreferenzierbar
Objekttabelle (Oracle)typisiertobjektwertigreferenzierbar


Quellen:

  • ANSI/ISO/IEC 9075-1:2003. Part 1 "SQL/Framework", ISO International Organization for Standardization / ANSI American National Standards Institute, September 2003
  • ANSI/ISO/IEC 9075-2:2003. Part 2 "SQL/Foundation", ISO International Organization for Standardization / ANSI American National Standards Institute, Dezember 2003
  • Oracle® Database Object-Relational Developer's Guide 11g Release 2 (11.2), E11822-03, http://download.oracle.com/docs/cd/E11882_01/appdev.112/e11822.pdf
  • Türker, Can/Saake, Gunter: "Objektrelationale Datenbanken", dpunkt-verlag, Heidelberg, 2006, ISBN 3-89864-190-2

Kategorien: Objektrelationale DB, O