Primärschlüssel

Ein Primärschlüssel (primary key) ist eine minimale Menge von Attributen (Attribut), die die zugeordnete Entität einer Entity-Menge eindeutig identifizieren. Diese Menge kann sich aus einem oder mehreren Attributen zusammensetzen. Minimal bedeutet hier, dass bei einem zusammengesetzten Schlüssel kein Attribut wegfallen kann, um die Eindeutigkeit aller Entitäten zu gewährleisten. Schlüsselattribute sind immer obligatorisch.

Eine Entity-Menge kann mehrere Kandidatenschlüssel haben. Einer dieser Schlüssel wird als Primärschlüssel ausgewählt. Je Entity-Menge gibt es maximal einen Primärschlüssel. Alle Primärschlüsselattribute sind obligatorisch bei der Eingabe von Werten und dürfen somit keine NULL-Werte haben.

Diese Aussagen gelten analog für das Schlüsselkonzept in der Relationalen Algebra und bei SQL (PRIMARY KEY, UNIQUE KEY), bis darauf, dass die Pflichteingabe nicht für die UNIQUE KEYs gilt.

siehe auch: CONSTRAINT, Künstlicher Primärschlüssel, Zweitschlüssel

Kategorie: Datenmodellierung, Relationale Algebra, Normalformen, SQL, P

Quellen:

  • Elmasri, Ramez/Navathe, Shamkant B.: "Grundlagen von Datenbanksystemen" , Pearson Studium, München, 2002, ISBN 3-8273-7021-3
  • Faeskorn-Woyke, Heide/Bertelsmeier, Birgit/Riemer, Petra/Bauer, Elena: "Datenbanksysteme - Theorie und Praxis mit SQL2003, Oracle und MySQL", Pearson Education, München, 2007, ISBN 978-3-8273-7266-6
  • Kemper, Alfons/Eickler, André: "Datenbanksysteme", Oldenbourg, München, 2009, 978-3-486-59018-0
  • Saake, Gunter/Sattler, Kai-Uwe/Heuer, Andreas: "Datenbanken - Konzepte und Sprachen", mitp-Verlag, Redline GmbH, Heidelberg, 2007, ISBN 3-8266-1664-2
  • Vossen, Gottfried: "Datenmodelle, Datenbanksprachen und Datenbankmanagementsysteme", Oldenbourg, München, 2008, ISBN 978-3-486-27574-2