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InMemory-DB

Bei einer InMemory-Datenbank (IMDB) werden die gesamten Daten im Hauptspeicher gehalten und bieten somit eine viel schnellere Zugriffszeit als herkömmliche magnetische Festplatten. Eingesetzt werden In-Memory Datenbanken, wenn ein sehr schneller Zugriff auf große Datenmengen gewährleistet werden soll.

Zugriffszeiten

Quelle: Dr.-Ing. Jürgen Müller ; Warm-Up: In-Memory Data Management (2013) Folie:26

Die Zugriffszeit auf den L1 cache beträgt 0,5 ns, die Zugriffzeit auf den Hauptspeicher beträgt 100 ns und die Zugriffszeit auf eine magnetische Festplatte 10.000.000 ns (bzw. 10ms). Somit ist der Arbeitsspeicher 100.000 Mal schneller im Zugriff als eine magnetische Festplatte.

Nachteile im Vergleich zu nicht flüchtiger Speicherung:

Neben dem großen Performancevorteil sorgt die Speicherung im Arbeitsspeicher für einige Nachteile:

Preis: Die Preise für Arbeitsspeicher sind um ein vielfaches höher als für magnetische Festplatten.

Keine Persistenz: Aufgrund der Tatsache, dass es sich beim Arbeitsspeicher um ein flüchtiges Speichermedium handelt, sind die Daten bei einem Systemabsturz verloren. Dies führt dazu, dass die Anforderung der Persistenz verletzt ist. Um einen Verlust der gesamten Daten zu entgehen, bieten die meisten In-Memory Datenbanken Hersteller, Recovery-Möglichkeiten, um die Daten nach einem Systemausfall wiederherstellen zu können.

Quellen

  • Dr.-Ing. Jürgen Müller ; Warm-Up: In-Memory Data Management (2013)

Kategorie: InMemory-DB